06.11.09 – 07.02.2010 - Katharina Fritsch - Deichtorhallen Hamburg



Skulpturales Werk, insbesondere überdimensionales, wirkt auf mich häufig, als wäre ich als Zwerg im Kinderzimmer eines Riesen unterwegs. So beispielsweise bei Jeff Koons Skulpturen aus der CELEBRATION-Serie >> , die Anfang des Jahres in der Neuen Nationalgalerie Berlin zu sehen waren – und eben auch jetzt bei Katharina Fritsch, die derzeit in den Hamburger Deichtorhallen mit einer Werkschau zu sehen ist. Sie beeindruckt mit Skulpturen inszeniert zusammen mit monumentalen Siebdrucken auf Kunststoff mit denen sie überdimensionierte historische Zeitschriften-Illustationen, Postkarten oder Fotos umsetzt. So schuf die Künstlerin mit ´Kirmes´ und ´Flussufer´ zwei 16 Meter lange Werke, speziell für die Raumwirkung in der langgezogenen Deichtorhalle. Die modernen Bildthematiken sind auf intensive, überstrahlende Farben reduziert dargestellt, Werke die  durchaus Einfluss auf das Schaffen jüngerer Künstler haben könnten, wie der Kurator Robert Fleck vermutet. Natürlich ist auch der imposante ´Elefant´ von 1987 erhaben auf seinem Socken zu sehen, wie auch die gerade vom MOMA in New York geadelte ´Figurengruppe´(2006-2008), die als Schenkung von Maja Oeri und Hans Bodenmann in Kürze den Abby Aldrich Rockefeller Sculpture Garden zieren sollen.

Die intendierte Raumwirkung wird zudem durch eine mit der Künstlerin zusammen entwickelten Ausstellungsarchitektur in den Deichtorhallen betont. Die Raumstruktur lädt ein zum Wandeln zwischen den 13 groß dimensionierte Ensembles mit rund 100 Einzelwerken. Eine Werkschau, die sich als Gegenmittel zur Tristes grauer Wintertage empfiehlt.


Visuelle Eindrücke zur Werkschau >>


Weitere Informationen zu 

Katharina Fritsch

und der Ausstellung

Quelle Deichtorhallen >>